Komposterde im Hochbeet – warum?

Wenn das Hochbeet aufgebaut wird, ist vorhandene Komposterde aus dem eigenen Garten eine gute Komponente, um das beste für das Wachstum der Pflanzen zu gewährleisten. Aus dem eigenen Garten deshalb, weil man ja am besten weiß, was im Kompost alles vorhanden ist.

Denn der Inhalt des Hochbeetes sollte ja in mehreren Schichten aufgebaut sein. Dabei ist grober Kompost im mittleren Bereich und feiner Kompost, möglichst noch gesiebt, für die oberste Lage bestens geeignet.

 

Komposterde im Hochbeet ist viel besser als gewöhnliche Gartenerde

Das Hochbeet hat ja verschiedene Vorteile einem Freilandbeet gegenüber. Eines ist, daß man es schon zeitig im Frühjahr nutzen kann, je nach Wetterlage sogar schon im Winter, wenn der andere Gartenboden noch gefroren ist. Das ist besonders bei einem neu aufgebautem Hochbeet der Fall, aber auch die nächsten Jahre wird immer noch eine Wärme direkt aus dem Innern des Hochbeetes nach oben strömen.

Grund dafür ist der Inhalt, wenn man es denn richtig aufgebaut hat. Denn die untersten Schichten sind noch nicht verrottet, sondern immer noch dabei. Dabei entsteht m Wärme, die langsam nach oben steigt.

Die verschiedenen Schichten in einem Hochbeet haben unterschiedliche Zeiten, um zu verrotten. Nur für den oberen Teil nehme ich Komposterde: Als vorletzte Schicht relativ groben, aber schon durchzogenen Kompost, während die oberste Schicht aus fein gesiebter Komposterde besteht.

Die wird bei mir jedes Jahr im Frühjahr erneuert. Denn weil ja doch ein Teil des Innern verrottet ist, senkt sich der Boden im Hochbeet. Gerade die ersten zwei bis drei Jahre reicht es dann, diese Fehlmenge wieder mit feinem Kompost aufzufüllen. Später wird man sie dann besser komplett austauschen und nach einigen Jahren das Hochbeet wieder neu aufbauen. Dann ist es ein Vorteil, daß man das Hochbeet leicht zerlegen und wieder neu aufbauen kann. Besonders moderne Hochbeete aus Kunststoff haben sich für diese Methode bewährt.

Kompost fügt Nährstoffe hinzu

Die abgegebene Wärme im Hochbeet ist aber nicht der einzige Vorteil. Durch die Verrottung des unteren Teils vom Inhalt werden auch immer wieder Nährstoffe freigesetzt. Die können dann die jungen Pflanzen, die man im Frühjahr heranziehen will, gut für ihr Wachstum nutzen. Dadurch spart man sich auch externen Dünger, der oft viel zu scharf für Jungpflanzen ist. Die abgegebenen Nährstoffe vom Hochbeet in Verbindung mit frisch eingebrachtem Kompost sind eine weitaus bessere Möglichkeit.

Vor allem Kohlenstoff und Stickstoff, die jede Pflanze brauchen, wird  dadurch freigesetzt. Und das ganz ohne Chemie!

Am besten ist es, das möchte ich zum Schluß noch einmal betonen, wenn Sie eigenen, selbst hergestellten Kompost verwenden. So bleibt Ihnen manche Überraschung erspart: Sie glauben gar nicht, was bei gekauftem Kompost alles für Pflanzen wachsen! Ohne Ihr Zutun! Ich habe schon einiges erlebt, von diversen Unkräutern über Sonnenblumen und Blumenpflanzen bis zu schnell wachsendem Efeu. Und das bekommt man sehr schwer wieder weg!