Hochbeet aus Kunststoff günstig oder nicht?

Ein Hochbeet kann man aus verschiedenen Materialien bauen. Am einfachsten ist vielleicht ein Plastikeimer: Bis oben hin mit Komposterde gefüllt, in den Halbschatten gestellt, und einige Samenkörner eingebracht: Schon haben wir ein Hochbeet aus Kunststoff erstellt.

Klar, ist eigentlich keine schlechte Idee: Diese schwarzen Plastikeimer gab es in den Baumärkten für 89 Cent zu kaufen: Zehn Stück davon kosten also 8,90 €. Da kann man dann zum Beispiel Tomaten oder Gurken anpflanzen, oder in jedem Einer einen Blumenkohl – praktisch möglich, aber natürlich nicht schön.

Hochbeet aus Kunststoff

Das war eben eine fiktive Idee, gesehen habe ich sowas noch nicht, und auch nicht selbst praktiziert. Denn im Garten soll es doch auch schön aussehen: Ist es das, wenn überall schwarze Einer rumstehen? Eher nicht, wie ich finde.

Ein richtiges Hochbeet macht da schon einen ganz anderen Eindruck, und ist auch besser zu bewirtschaften. Aus Holz werden wohl die meisten gebaut, aber der Trend geht inzwischen wieder zum Kunststoff (aber ohne Eimer). Ich habe mich diesem Trend schon vor vielen Jahren angeschlossen, und ich möchte behaupten: Ich bin der Trend!

Klar, meine ersten Hochbeete waren auch aus Holz, weil es kaum etwas anderen vernünftiges zu kaufen gab (Plastikeimer kamen schon aus ästhetischen Gründen nicht in Frage). Aber der Neuaufbau, wenn das Hochbeet nach ein paar Saisons innen tot war, hat genervt, Zeit und auch Kraft gekostet. Deswegen habe ich das erste Hochbeet aus Kunststoff probiert, noch ehe ein anderen meiner Nachbarn auf die Idee gekommen ist.

Also bin ich der Vorreiter zum Thema „Hochbeet aus Kunststoff“.

Günstiges Hochbeet aus Kunststoff

hochbeet kunststoff braun Juwel

Mein erstes Hochbeet aus Kunststoff von Juwel
Bildquelle:Juwel/Amazon

Nun hatte ich das Glück (im Nachhinein gesehen), daß mein ersten Hochbeet aus Kunststoff eines von Juwel war. Sie wissen (vielleicht) schon, das mit den doppelten Wänden. Und einer Abdeckung obendrauf, damit man es im zeitigen Frühjahr sogar als Hochbeet benutzen konnte.

Dieses Teil ist einfach genial für mich, weil ich mich schon zeitig im Jahr um mein geliebtes selbst angebautes Gemüse kümmere. Es hat einige Jahre gedauert, bis die ersten Nachbarn es mir nach gemacht haben. Und inzwischen habe ich auch einige „alte Hasen“ überzeugt: Nicht vom Hochbeet generell, denn diese Vorteile haben sie schon beizeiten (teilweise sogar noch vor mir, als ich noch jung war) erkannt. Auch Hochbeete aus Kunststoff stehen jetzt in fast jedem Garten in meiner Nachbarschaft, und keiner hat es bisher bereut.

Zum Preis ist zu sagen (das wollten Sie mich jetzt sicherlich fragen): Hochbeete aus Kunststoff haben drastisch im Preis nachgelassen. Wenn ich für mein erstes Exemplar noch fast 300 Euro bezahlt habe, so bekommen Sie heute für den selben Preis gleich drei Stück. Versuchen Sie mal, heute ein Hochbeet aus Holz aufzubauen und günstiger zu sein!

Das wird nicht gelingen, wenn Sie Ihr Material im Baumarkt einkaufen müssen und nicht eine „geheime“ Quelle für günstiges Holz haben (eine Sägerei etwa, wo der Schwager arbeitet). Es wird Ihnen nicht gelingen!

Günstig mit einer Abdeckung

Sehr schön ist ja auch die Möglichkeit, das Hochbeet mit einer Abdeckung zu versehen. Beim Juwel – Hochbeet ist sie schon mit dabei, wenn auch nicht optional, wie ich finde. Aber auch meine alten Hochbeete aus Holz habe ich immer mit meiner Abdeckung versehen: alte Fenster, die es damals noch für lau oder sogar kostenlos gab.

Heute ist das nicht mehr so einfach, auch für alte Schrott – Fenster werden Preise verlangt, die nicht mehr nachzuvollziehen sind. Und Lau ist eh vorbei! Eine billige Abdeckung für das hochbeet ist somit kaum noch machbar. Obwohl sie für den ernsthaften Gemüsegärtner eine Bedingung ist.

Gurken ernten aus dem HochbeetDie Abdeckung hat den Vorteil, daß man das Hochbeet wie ein Gewächshaus benutzen kann. Ich habe auch ein richtiges Gewächshaus und kann ganz gut vergleichen: Die jungen Pflanzen im Hochbeet mit Abdeckung sind mindestens genau so schnell angewachsen wie im Gewächshaus. Nur das hier der Schutz gegen die Sonne etwas beachtet werden mußte: Im Gewächshaus herrscht ja eher diffuses Licht, im Hochbeet durch die klaren Fensterscheiben wurde es oftmals zu warm. Eine kleine Schutzwand aus Schilf hat aber dazu beigetragen, daß die Sonne nur am Vormittag das Hochbeet erwärmen konnte, wenn die Sonne dann ab Mittag zu stark strahlte, hat die Schutzwand schützenden Schatten gespendet.

Das muß man alles einmal ausprobieren, und aus der Erfahrung lernen. Oder sich auf solchen Seiten im Internet wie HIER informieren und auf die Erfahrungen anderen Gärtner zurückgreifen. Auf Positiven, aber auch Negativen.