Hochbeet im Winter

Ein gut gemachtes Hochbeet liefert vom zeitigem Frühjahr bis zum Herbst, zum Teil auch in den Winter hinein, frische Gemüse und Kräuter. Aber im Winter selbst ist es meistens abgeerntet und leer und wartet auf eine neue Bewirtschaftung im nächsten Jahr.

Allerdings gibt es auch einige Möglichkeiten, Teile des Hochbeetes auch im Winter zu nutzen.

Das Hochbeet im Winter

Das Innere des Hochbeetes, wenn es dann in mehreren verschiedenen Lagen aufgebaut wurde, kühlt auch im Winter nicht völlig aus. Solange der Verrottungsprozeß im Innern anhält, wird auch immer wieder etwas Wärme abgegeben. Vor allem bei Hochbeeten aus Kunststoff, die über eine doppelwandige Beplankung verfügen (wie zum Beispiel das „Juwel-Hochbeet„), wird eine sehr gute Wärmespeicherung im Innern erreicht.

Hochbeet im Winter Schnee bedeckt

Nicht genutztes Hochbeet im Winter

Das kann man nutzen, um viele Gemüsepflanzen auch zum Ende des Jahres zu nutzen. Denn die Pflanzen stehen ja nicht direkt mit dem Erdboden in Verbindung. Das höher gelegene Beet bietet weitaus mehr Frostschutz als ebenerdige Freilandbeete.

Das beste Beispiel dafür ist der Rosenkohl. Diese Pflanzen vertragen Minusgrade, und gerade nach dem ersten Frost ist der Geschmack von Rosenkohl besonders intensiv. Nur gedünstet, ergeben sich schöne knackige Knöllchen.

Ähnlich verhält es sich mit Grünkohl oder Feldsalat: auch ihnen machen frostige Temperaturen nicht viel aus. Der Salat wächst dabei sogar im Winter noch weiter – wenn auch mit sehr langsamer Geschwindigkeit.

Kräuter im Winter-Hochbeet

Immergrüne Kräuter wie Salbei, Thymian und Rosmarin können sogar den ganzen Winter über im Hochbeet gelassen und sogar geerntet werden. Dann haben Sie schöne frische Küchenkräuter auch im Winter im eigenen Garten und müssen sich nicht mit handelsüblichen, konservierten Kräutern behelfen. Wie bei fast allen Arbeiten am Hochbeet gilt auch hier: Versuch macht klug! Nicht immer wird es Ihnen gelingen, vor allem sollten Sie im Winter vorsichtig bei der Ernte sein. Denn erst einmal wächst in kurzer Zeit auch bei Kräutern nicht viel nach, und wenn Sie die Ernte zu weit treiben und zu viele Triebe zu tief aufschneiden, kann dort Frost eintreten und die Pflanze zerstören. Darum besser an vielen Pflanzen immer wenig ernten, damit sich die Schnittstellen schneller schließen können.

Mehrjährige Pflanzen im Hochbeet überwintern

Mehrjährige Pflanzen können im Winter einfach im Hochbeet gelassen werden. Die meisten von ihnen werden den Winter gut überstehen und treiben im nächsten Jahr sehr zeitig aus. Vor allem bei Blumen ist der Unterschied zu Stauden, die im normalen Gartenbeet oder in einem Rabatte stehen, nicht zu verachten. Allerdings ist meistens ein minimaler Frostschutz notwendig.

Frostschutz im Hochbeet

Wenn Sie wirklich Ihr Hochbeet auch im Winter nutzen wollen, sollten Sie allerdings wissen, wieviel Kälte die Pflanzen über eine längere Zeit vertragen können. Eventuell ist ein zusätzlicher Schutz notwendig, um sie unbeschadet über die kalte Jahreszeit zu bringen.

Bei Pflanzen, wo nur die Wurzeln überwintern, kann eine Abdeckung wie auf den übrigen Gartenbeeten helfen. Also zum Beispiel eine Schicht Kompost, oder auch Rindenmulch ist auf einem Hochbeet möglich.

Bei Kräuterbeeten, die den ganzen Winter über grüne Pflanzen zur Ernte bereithalten, ist eine Abdeckung gegen kalten Wind ein guter Schutz. Allerdings sollten Sie dann aber beachten, daß die Pflanzen trotzdem hin und wieder einmal von der Sonne „geküßt“ werden können.

Ein Hochbeet muß auch im Winter nicht leer stehen. Wenn die richtigen Pflanzen ausgewählt wurden, kann es auch weiterhin genutzt werden. Der größte Feind sind dabei nicht die kalten Temperaturen, sondern der eisige Wind. Davor sollten Sie Ihre Hochbeet schützen.